Mit einfachen Maßnahmen können Sie für Ihre Blütenpracht am Balkon oder Fensterkisterl fördern. Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt:

Balkonkisten

Die Balkonkiste ist das „Zuhause“ Ihrer Balkonblumen. Was die Pflanze über die Wurzel aufnimmt (Wasser und Nährstoffe) muss vorher in das Kisterl gekommen sein.
Vor allem muss die Balkonkiste genügend Blumenerde aufnehmen können. Denn die Blumenerde ist der Speicher für Wasser und Nährstoffe: Je weniger Blumenerde Platz hat, desto häufiger muss gegossen und gedüngt werden!

Wichtig ist auch, dass die Balkonkiste ausreichend Abzugslöcher hat, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Im Herbst sollten Balkonkisten ausgewaschen werden.

Folgende Materialien sind bei Balkonkisten gebräuchlich:

Kunststoff
Vorteile: leicht, gut zu reinigen, gut stapelbar
Nachteile: rasche Alterung bei direkter Sonnenbestrahlung, dunkle Farbtöne heizen sich in der Sonne stark auf und führen zu verbrannten Wurzeln

Ton
Vorteile: Gebrannter Ton kann Wasser sehr gut binden und auch wieder abgeben.
Nachteile: relativ schwer, aufwändigere Reinigung, beschränkte Größen erhältlich

Eternit
Vorteile: sehr pflanzenfreundlich, lange haltbar
Nachteile: relativ schwer, schlecht zu stapeln

Unser Tipp: Wählen Sie im Zweifelsfall die Kisten mit dem größeren Fassungsvermögen. Waschen Sie gebrauchte Balkonkisten vor dem Bepflanzen gründlich mit heißem Wasser aus und kontrollieren Sie, ob die Abzugslöcher im Boden frei sind!

Blumenerde

Die Wahl der richtigen Blumenerde ist immens wichtig. Falls Sie nicht sicher sind, welche Erde Ihre Blumensorten bevorzugen, fragen Sie uns. Wir beraten Sie gerne!

Gute Blumenerden haben folgende Eigenschaften:

  • frei von Krankheitskeimen
  • frei von Unkrautsamen
  • mit Tonmineralien versetzt
  • gedüngt mit allen nötigen Nährstoffen in der richtigen Menge, manchmal als Dauerdünger
  • locker mit genügend Luftporen durch Beimischung zB. von Kokosfaser oder grobem Torf

Unser Tipp: Fertigerde von namhaften Herstellern ist eigenen Kompostmischungen vorzuziehen. Ausgangsmaterial und beigemischte Nährstoffe sind hier genau abgestimmt und kontrolliert. Somit haben Sie Sicherheit für Ihre Pflanzen vom ersten Augenblick an.

Auspflanzen:

Als Faustregel gilt, dass die Pflanzen nach den „Eismännern“ Mitte Mai – wenn keine Spätfröste mehr drohen – ausgepflanzt werden können. Abweichend dann davon in Berggebieten ein späterer, in tiefen Lagen hingegen ein früherer Auspflanztermin möglich sein.

Unser Tipp: Pflanzen Sie möglichst noch am gleichen Tag in die vorher gereinigten Pflanzgefäße. Fahren Sie die gekauften Pflanzen nicht lange im heißen Kofferraum umher.

Gießen

Ein Zuviel oder ein Zuwenig können beim Gießen gleichermaßen schaden. Deshalb gilt: Gießen dann, wenn’s die Pflanze braucht.
Der beste Zeitpunkt ist der Morgen, weil dann die Pflanze mit einem Wasservorrat in die heiße Tageszeit gehen kann. Wenn das nicht möglich ist, kann auch am späteren Nachmittag gegossen werden. Allerdings müssen die Blätter bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder abgetrocknet sein, da sonst mit Pilzkrankheiten zu rechnen ist.
Wenn Ihr Leitungswasser sehr kalkhältig ist (ab 15° dH) sollten Sie bevorzugt mit Regenwasser gießen. Viele Balkonpflanzen reagieren mit Blattvergilbungen auf zu viel Kalk.

Düngen

Neben der Wahl guter Blumenerde und gesunden Pflanzmaterials ist die richtige Ernährung die wichtigste Voraussetzung für einen schönen, gesunden Blumenschuck am Haus. Gute Dünger enthalten all jene Nährstoffe, die für das Wachstum und die Blütenbildung notwendig sind. Jeder Nährstoff hat dabei ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen.

Flüssige Dünger
sind leicht zu dosieren, enthalten aber aus technischen Gründen kein Kalzium und kein Magnesium. Deshalb sollte hier ausnahmsweise mit (kalkhaltigem) Leitungswasser gegossen werden.

Salzförmige Dünger
werden im Gießwasser aufgelöst. Sie enthalten alle wichtigen Nährstoffe und sind preisgünstiger. Hier kann mit Regenwasser gegossen werden. Salzförmige Dünger werden auch vom Gärtner verwendet.

Unser Tipp: Richten Sie sich nach der Gebrauchsanweisung, um die richtige Dosierung der Dünger zu gewährleisten. Ein „Zuviel“ ist ebenso schädlich wie ein „Zuwenig“.
„Hungrige“ Balkonpflanzen sind zB. Hängepelargonien, Goldmarie oder Surfinia.
„Genügsam“ dagegen sind Fleißiges Lieschen, Zauberglöckchen oder Pantoffelblumen.

Sommerpflege

Die meisten Balkonblumen sind anspruchslos und mittlerweile so gezüchtet, dass sie keinen Samen mehr ansetzen und deshalb permanent blühen. Dadurch ist ein Ausputzen der Blüten zur Vermeidung des Samenansatzes nicht mehr notwendig.
Allerdings sollten verblühte Blüten und vertrocknete Triebe dann entfernt werden, wenn sie das Aussehen der Pflanzung beeinträchtigen. Dies beugt auch Pilzerkrankungen vor. Kontrollieren Sie dabei, ob Krankheiten oder Schädlinge auf den Pflanzen erkennbar sind.

Unser Tipp: Stören sehr stark wachsende Pflanzen die Wuchsverhältnisse der Pflanzung, so kann auch einmal zur Schere gegriffen werden. Nach einem Rückschnitt ist mit einer Blühpause von ca. 14 Tagen zu rechnen.

Kommentarfunktion deaktiviert.