Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

Wegen ihrer wunderschönen, auffällig geformten und gefärbten Hochblätter hat sich der Weihnachtsstern zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen entwickelt. Die Weihnachtssterne gehören somit zu den am meisten gepflegten Zimmerpflanzen überhaupt.

Tipps:
WeihnachtssternDer Weihnachtsstern benötigt ganzjährig einen hellen bis leicht sonnigen Standort mit einer Beleuchtungsstärke von etwa 2000 bis 3000 Lux. Während der Wintermonate ist ein heller Platz und ein wenig direkte Sonnenbestrahlung für den Weihnachtsstern besonders wichtig.

Ein Weihnachtsstern wird ganzjährlich mäßig gegossen. Wenn sich die oberste Schicht der Blumenerde relativ trocken anfühlt, benötigt die Pflanze eine Wassergabe. Man gibt soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder spätestens 10 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf abgeschüttet werden, denn Staunässe führt schnell zur Wurzelfäule.

Während der Ruhezeit sollten die Weihnachtssterne etwas kühler stehen, Temperaturen von 15 bis 17 °C sind ideal. Die Wassergaben werden deutlich reduziert und man gießt den Weihnachtsstern nur, wenn die Oberfläche der Erde gut abgetrocknet ist.

Für die Pflege eines Weihnachtssterns eignen sich ganzjährig normale Wohnungstemperaturen. Die Idealtemperatur für diese Pflanzenliegt zwischen 20 und 22 °C. Die untere von Weihnachtssternen noch gut vertragene Temperatur liegt bei etwa 15 °C. Die Obergrenze sollte auch kurzfristig 24 °C nicht überschreiten.

Empfehlenswert ist auch der Kauf eines neuen Weihnachtssterns, so kann man die Sortenvielfalt erhöhen, denn es gibt zahlreiche Züchtungen mit unterschiedlichen Farben und Wuchsformen.

Die Weihnachtssterne sollte man zu Beginn des Frühjahrs umtopfen. Wenn für die Wurzeln noch genügend Platz in dem alten Pflanzgefäß vorhanden ist, schüttelt man die alte Erde vorsichtig aus den Wurzeln und setzt die Weihnachtssterne wieder in den alten, gut gereinigten Topf mit frischer Erde zurück.

Die intensiv rot gefärbten Hochblätter der Weihnachtssterne werden fälschlicherweise oft für Blütenblätter gehalten. Einen Weihnachtsstern zum Blühen zu bringen ist relativ leicht und wer es aber schafft, wird mit prächtigen, kräftig rot gefärbten Hochblättern belohnt. Die eigentlichen Blüten der Weihnachtssterne sind relativ unauffällig klein und grün-gelblich gefärbt. Die Blütezeit der Weihnachtssterne beginnt im November und endet im zeitigen Frühjahr. Bei geeigneten Bedingungen können ältere Weihnachtssterne auch fast ganzjährig ihre Blütenpracht und damit ihre attraktiven roten Hochblätter präsentieren.

Das Geheimnis der Blütenbildung liegt in der täglichen Beleuchtungsdauer dieser Pflanzen. Um die Weihnachtssterne in der Wohnung zum Blühen zu bewegen, muss man also darauf achten, das die kritische Beleuchtungsdauer von 12 Stunden nicht überschritten wird. Dabei sollte man durchaus auch die Zeit der künstlichen Zimmerbeleuchtung während der Abendstunden hinzurechnen. Wenn man seinen Weihnachtsstern also zum Blühen bringen möchte, muss man dafür sorgen, dass spätestens nach Sonnenuntergang auch tatsächlich Dunkelheit herrscht. Falls man keinen geeigneten Standort dafür hat, so kann man den Weihnachtsstern auch künstlich abdecken. Ein großer Karton eignet sich dafür bestens. Nach 4 bis 6 Wochen wird man dann mit den die Blüte begleitenden, intensiv rot gefärbten Hochblättern der Weihnachtssterne belohnt.

Die Weihnachtssterne vertragen Zugluft nicht besonders gut. Zugluft sollte vermieden werden, die Pflanzen reagieren mit dem Abwerfen ihrer Blätter.

Weihnachtssterne reagieren sehr empfindlich auf Kälte. Deshalb sollte man die neu erworbenen Weihnachtssterne bereits vor dem Verlassen des Geschäftes einpacken.